X-Torque: eine bahnbrechende Technologie im Rutenbau

Wie schwer ist Ihre Rute? Je leichter, umso besser. Leichte Ruten sind schneller, steifer, präziser im Werfen. Aber wie ist es mit der Robustheit? Ein Kompromiß zu finden zwischen leicht und robust ist eine komplizierte Aufgabe, die seit jeher Rutenbauer beschäftigt.

Die Rutenproduktion beginnt mit Prepreg-Rollen, das heißt mit Rollen von Kohlefasermaterial getränkt mit Harz. Das Prepreg wird in Stücke geschnitten und um einen Dorn gewickelt. Nach einer Trocknung im Ofen werden Dorn und Bänder entfernt, und schon ist der Rutenblank fertig. Der Blank, ein konisches Kohlefeserrohr, ist das Kernstück einer Rute. Damit er so leicht und steif wie möglich wird, verwenden Rutenbauer teure japanische Prepregs aus Hochmodul-Kohlefaser, mit niedrigem Harzanteil. Daraus kann man wunderschön leichte, schnelle Ruten machen. Das Dumme ist nur, daß hochmodulige Kohlefasermaterialien sehr bruchanfällig sind. Weniger Modulus und mehr Harz ergibt unverwüstliche Blanks, die aber schwer und langsam sind. Und umgekehrt, mehr Modulus und weniger Harz ergibt schnelle Leichtgewichte, die aber leicht brechen.

Um einen Ausweg aus dieser Sackgasse zu finden, vesucht man, verschiedene Kohlefasermaterialien zu kombinieren, zum Beispiel ein leichtes hochmoduliges Material mit einem schwereren, aber unheimlich starken Kohlefasergeflecht. Es gibt aber eine noch bessere Lösung, nämlich das X-Torque-Verfahren.

In einer Rutenbaufabrik, wie bereits erwähnt, werden Prepregstücke rund um einen Dorn gewickelt. Der Winkel dieser Wicklung ist von allerhöchsten Bedeutung für die Eigenschaften der Rute. Eine Kreuzwicklung im 45-Grad-Winkel (X-Wicklung) verstärkt die Rute ohne sie schwerer zu machen. Und das ist nicht der einzige Vorteil von X-Torque.

Bei Belastung beginnt ein herkömmlicher Blank sich zu verdrehen und eine ovale Form anzunehmen. Das wirkt sich negativ auf die Wurfgenauigkeit aus. Außerdem wird die Rute dadurch schwächer. Das X-Torque-Verfahren verhindert dieses Verdrehen. So kann man genauer werfen und hat mehr Kontrolle über den Fisch im Drill. Und im Laufe unserer Tests entdeckten wir noch etwas, was gerade für den Spinnfischer von höchstem Interesse ist. Die X-Torque-Ruten weisen eine verblüffende Sensibilität auf, die es dem Angler erlaubt, jeden Zupfer am Köder deutlich mit der Hand, die den Rutengriff umfaßt, zu spüren. Nicht immer beißen die Fische agressiv, machmal sind es nur leichteste Berührungen. Um solche Bisse zu erkennen, braucht man eine hochsensible Rute. Eine X-Torque-Rute.

Das X-Torque-Verfahren ermöglicht es den RDL-Rutenbauern, für ihre Kunden exzellente Modelle zu entwerfen. Als Beispiel könnte man die Artist-Serie anführen, die für den RDL-Partner Nordic Stage entwickelt wurde. Feine, edle Ruten, sensibel, präzise und robust, für wahre Genießer unter Anglern.

Herkunft: www.rdl.us.com